DÄGfA Symposium 2026
Die Rolle des Embodiment bei CPTSD
und Behandlungsansätze mit IKPT ( Integrativen Körperpsychotherapie
Bei CPTSD (Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung) ist das explizite Gedächtnis oft lückenhaft.
Beispielsweise bei Frühkindlichem sexuellen Missbrauch unter Drogen und Manipulation,
können explizite ( narrative) Erinnerungen fehlen, oder blockiert sein,
während das implizite (emotionale/sensorische) Gedächtnis die Traumata
in Form von Körperreaktionen, uneinzuordnenden Gefühlen von Scham, Schuld oder auch Flashbacks speichert.
Ebenso können vergangene Täter-Opfer-Interaktionen zu tief verankerten
prozeduralen Mustern von Unterwerfung, Starre, Panik, Schmerz und Hilflosigkeit,
die unbewusst im Körper gespeichert sind, geführt haben.
Kognitv haben die Sitationen des Missbrauchs und häufig nachfolgende Manipulierung
und Einordnung des Geschehenen ebenso einen Einfluss
auf die Zugänglichkeit bei Befragungen in der Therapie und auf die Vertrauens,- und Bindungsfähigkeit.
Die IKPT (Integrative Körperpsychotherapie) setzt genau hier an, indem sie
körperlich gespeicherten, impliziten Erinnerungen durch achtsame Körperwahrnehmung (Embodiment) zugänglich macht.
Die therapeutische Beziehung dient dabei als sicherer Raum, um die im Täter-Opfer-Kontakt
entstandenen Bindungstraumata bewusst und zugänglich zu machen.
So können behutsam Dissoziation überwunden und fragmentierten Erfahrungen
im geschützten Rahmen integriert werden.
Dabei ist es möglich über der Körper als „nichtmanipulierbaren Zeuge“,
die unbewussten Schock, Schmerz und Überlebensmuster zu identifizieren
und über IKPT und ihre breiten Anwenungsmöglichkeiten zu verändern,
um die Spaltung zwischen implizitem Erleben und explizitem Wissen zu überbrücken
und die Selbstwirksamkeit im eigenen Körper wiederherzustellen.
Lara Vucemilovic IIIYTM Int. Institut for IKPT Integrative Bodypsychotherapie ( www.iiiytm.com)